Schlagwort-Archiv: Ausrede

Sep 05 2014

Sexualkopfschmerz: Frust statt Lust

436800_web_R_by_w.r.wagner_pixelio.de

©w.r.wagner / pixelio.de

Kopfschmerzen gelten allgemein als typische Ausrede von Frauen, wenn sie die erotischen Annäherungsversuche ihrer Männer abwehren wollen. Was ist jedoch, wenn er das Liebesspiel mittendrin wegen Kopfschmerzen abbricht? Rache oder echt? Zum Kopfschmerztag beschäftigen wir uns mit dem Sexualkopfschmerz.

Er kommt, wenn es am schönsten ist und versaut den Spaß effektiver als jeder verfrühte Orgasmus. Und er betrifft Studien zufolge vor allem Männer. Die Rede ist vom Sexualkopfschmerz, der so heißt, weil er sich grundsätzlich beim Sex einstellt.

Wenn der Partner also mitten im schönsten Liebesspiel plötzlich richtig durchhängt, sich zur Seite rollt und schlicht keine Lust mehr hat, dann sind die Kopfschmerzen keine Ausrede, um eine langweilige Sache vorzeigig beenden zu dürfen. Er leidet wirklich.

Warum, das ist bisher noch ungeklärt. Migränepatienten, Menschen mit Bluthochdruck oder mit häufigen Verspannungen der Rückenmuskulatur sind jedoch am häufigsten betroffen. Außerdem vor allem die Männer. Eine mögliche Ursache sehen die Forscher jedoch in mangelnder Streßbewältigung. Dadurch funktionieren die Regulierungmechanismen der Blutgefäße im Gehirn nicht optimal. So kann das Gehirn die erhöhten Blutdruck beim Sex nicht verarbeiten, was zu Kopfschmerzen führt.

Bei den einen stellt sich der Kopfschmerz schleichend mit zunehmender Erregung ein, bei anderen kommt er explosionsartig mit dem Orgasmus. Wer hat da schon noch Lust auf ein ausgedehntes Nachspiel. Der Verzicht aufs Liebesspiel ist deshalb jedoch nicht nötig. Man sollte es nur langsamer angehen.

Zwar haben auch Quickies ihren Reiz. Bei Sexualkopfschmerz empfiehlt sich jedoch ein Liebesakt in Slow Motion. Schließlich kann so auch ein streßgeplagtes Gehirn besser auf die mit der steigenden Erregung reagieren. Und die Glückshormone, die bei der Extraportion Streicheleinheiten ausgeschüttet werden, tun ihr Übriges zur Entspannung.

Sep 09 2013

Mythos: Spermaallergie

Hartmut Wahl  / pixelio.de

©Hartmut Wahl /pixelio.de

„Aber ich bin allergisch auf Sperma“ Nicht nur beim Thema Blowjob bekommt Mann schonmal diesen Satz zu hören. Aber vorsicht: Was sich wie eine Ausrede anhört, ist vielleicht gar keine. Denn es gibt sie wirklich, die Spermaallergie.

Sie kann bei Männern und Frauen gleichermaßen auftreten und für Allergien typische Symptome hervorrufen: Juckreiz, Rötungen, Schwellungen, aber auch grippe- oder heuschnupfenähnliche Körperreaktionen. In der schwersten Form führt der Kontakt mit Sperma zum anaphylaktischen Schock.

Der Unterschied bei Männlein und Weiblein besteht hier nur beim Verursacher: Männer reagieren nur auf das eigene Sperma allergisch, bei Frauen ist es dagegen egal, von welchem Mann das Sperma kommt. Es gibt also für beide Geschlechter kein Entkommen durch Partnerwechsel.

Die Symptome der Spermaallergie treten direkt nach dem Kontakt auf und können von wenigen Minuten bis hin zu mehreren Tagen andauern. Linderung verschaffen eben jene Mittelchen, die auch bei anderen Allergien zum Einsatz kommen.

Am effektivsten sind natürlich Kondome. Doch gerade bei Kinderwunsch können diese aus bekannten Gründen nicht eingesetzt werden. Hier hilft je nach Schwere der Allergie nur das Inkaufnehmen der Symptome oder eine Hyposensibilisierung. Dabei werden die allergieauslösenden Stoffe in geringer Dosis verabreicht und diese Dosis Schritt für Schritt erhöht. So gewöhnt sich der Körper an den Stoff und behandelt ihn letztendlich nicht mehr als Feind.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden Mehr Infos | Okay